Leverest Fintech-Plattform
Fallstudie

Leverest: Von der ersten Finanzierungsrunde bis zur US-Expansion

Leverest transformiert, wie Unternehmen Fremdfinanzierung erhalten. Wir begleiten das Team seit der frühen Wachstumsphase in Deutschland — lange bevor die US-Expansion auf der Agenda stand.

Deutschland-Launch: Das rechtliche Fundament

Als Leverest in Deutschland startete, bauten wir gemeinsam die rechtliche Infrastruktur für eine skalierbare Plattform.

Vertragswerk: Wir entwickelten das komplette Vertragsframework — von Plattform-AGB über Kreditnehmer-Vereinbarungen bis zu Kapitalgeber-Verträgen. Jeder Vertrag wurde so strukturiert, dass er mit dem Geschäft mitwachsen kann.

VSOP-Programm: Für die Mitarbeiterbeteiligung setzten wir ein Virtual Stock Option Program auf. Klare Vesting-Schedules, saubere Dokumentation, steuerlich optimiert für alle Beteiligten.

Wandeldarlehen: In der Frühphase strukturierten wir Wandeldarlehensverträge, die Leverest Flexibilität gaben und gleichzeitig für spätere Finanzierungsrunden kompatibel waren.

Bei mehreren Finanzierungsrunden verantworteten wir den rechtlichen Prozess auf Leverest-Seite. Das bedeutete Due-Diligence-Koordination, Vertragsverhandlung mit Investorenanwälten und saubere Datenräume, die bereits vor der Runde existierten.

Investoren fanden organisierte Cap Tables, standardisierte Verträge und dokumentierte IP-Strukturen. Das beschleunigte jeden Deal.

US-Expansion: Vertragsharmonisierung über den Atlantik

Als Leverest in die USA expandierte, konzentrierten wir uns auf das Vertragssetup. Die Herausforderung: US-amerikanische und deutsche Verträge sollten ein kohärentes System bilden.

Vertragsangleichung: Wir entwickelten US-Vertragsvorlagen, die sich nahtlos in das bestehende deutsche Framework einfügen. Gleiche Struktur, gleiche Logik, angepasst an US-Recht.

Plattform-Verträge: Kreditnehmer- und Kapitalgeber-Vereinbarungen, die nach US-Recht funktionieren und gleichzeitig konsistent mit dem deutschen Modell sind.

Datenflüsse: DSGVO-konforme Mechanismen für den Datentransfer zwischen EU- und US-Operationen.

“Compound Law kennt unser Geschäft seit dem ersten Tag. Das macht jeden neuen Vertrag schneller, weil wir nicht bei null anfangen müssen.”

Warum langfristige Begleitung funktioniert

Leverest zeigt den Wert kontinuierlicher rechtlicher Partnerschaft. Wir kennen die Geschichte jeder Vertragsklausel, jeder Cap-Table-Änderung, jeder strategischen Entscheidung.

Das bedeutet: Neue Projekte starten nicht bei null. Unser Einsatz von KI-gestützter Dokumentenanalyse beschleunigt die Vertragsprüfung über die gesamte Geschichte hinweg, während unsere Anwälte das Urteilsvermögen einbringen, das aus dem langjährigen Kennen des Geschäfts entsteht. Für Fintech-Unternehmen, deren Rechtsberater KI-Tools in ihrer Praxis einsetzen, erklärt unser Überblick zur EU-AI-Act-Compliance für Legal Services die relevanten Anbieterpflichten. Und wenn es schnell gehen muss, ist das Vertrauen bereits da.

Von der ersten Wandeldarlehensvereinbarung bis zur transatlantischen Vertragsharmonisierung — ein Rechtspartner, der das Geschäft versteht.

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Häufige Fragen

Ein VSOP (Virtual Stock Option Program) ist ein synthetisches Beteiligungsprogramm: Mitarbeiter erhalten keine echten Unternehmensanteile, sondern einen wirtschaftlichen Anspruch auf einen Geldbetrag, der dem Wert echter Anteile entspricht — zahlbar bei einem Exit-Ereignis (Verkauf, IPO). Das VSOP ist in Deutschland steuerlich günstiger als echte Anteile, da die Besteuerung erst beim Zufluss (Exit) erfolgt und nicht bereits bei der Übertragung. Für frühe Wachstumsunternehmen bietet das VSOP die Möglichkeit, Top-Talente am Unternehmenserfolg zu beteiligen, ohne die Gesellschafterstruktur zu verkomplizieren.

Compound Law strukturiert die Datenraum-Vorbereitung vor Beginn der Runde: sauberer Cap Table, vollständige IP-Dokumentation, standardisierte Vertragshistorie, regulatorische Lizenzen in Ordnung. Während der Runde koordinieren wir Due-Diligence-Anfragen von Investorenanwälten, verhandeln Term Sheet und Gesellschaftervereinbarung auf Unternehmensseite und sorgen für konsistente Dokumentation über alle Vertragsebenen hinweg. Investoren, die einen organisierten Datenraum vorfinden, signalisieren Professionalität — das beschleunigt Deals messbar.

Für den Datentransfer zwischen EU- und US-Operationen stehen seit dem EU-US-Data-Privacy-Framework (2023) mehrere Instrumente zur Verfügung: Angemessenheitsbeschluss für DPF-zertifizierte US-Unternehmen, Standardvertragsklauseln (SCCs) oder verbindliche Unternehmensregeln (BCRs) für konzerninterne Transfers. Fintech-Plattformen müssen zudem sicherstellen, dass Auftragsverarbeitungsverträge (AVVs) zwischen EU-Muttergesellschaft und US-Tochter abgeschlossen sind und dass die Datenkategorien klar definiert sind. Die konkrete Strukturierung hängt davon ab, welche Daten zwischen den Jurisdiktionen fließen.

Ein Wandeldarlehen ist ein Darlehensvertrag, der beim nächsten Finanzierungsereignis automatisch in Unternehmensanteile umgewandelt wird — typischerweise mit einem Bewertungsabschlag (Discount) oder einer Bewertungsobergrenze (Valuation Cap) als Kompensation für das frühe Investitionsrisiko. Wandeldarlehen eignen sich für Pre-Seed- oder Seed-Phasen, in denen eine Unternehmensbewertung noch schwierig oder verhandlungsaufwendig ist. Sie ermöglichen schnelle Kapitalaufnahme ohne umfangreiche Gesellschaftervereinbarung und sind mit späteren Runden kompatibel, sofern die Umwandlungsbedingungen vorher klar strukturiert sind.

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